Arbeitsrecht Halle: AGG-Urteil

07.12.2012

RA Menke gewinnt Prozess wegen Diskriminierung einer Frau und Mutter

Rechtsanwalt Menke gewinnt in erster und zweiter Instanz gegen einen der größten Arbeitgeber Sachsen-Anhalts wegen einer Diskriminierung einer weiblichen Führungskraft als Frau und Mutter. Nach Rückkehr aus der Elternzeit teilte der Arbeitgeber einer Fachbereichsleiterin mit, weibliche Führungskräfte mit zwei kleinen Kindern hätten ein zu hohes Ausfallrisiko und kündigte betriebsbedingt. Im Prozess ließ der Arbeitgeber durch seinen Anwalt mitteilen, dass die Klägerin, die ihre Arbeitskraft nach der Elternzeit wieder anbot, das berufliche Fortkommen über das Kindeswohl stelle. Arbeitsgericht Halle und Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt verurteilten den Arbeitgeber neben der Feststellung der Unwirksamkeit der Kündigung zur Bezahlung einer Entschädigung in Höhe von 1,5 Bruttomonatsgehältern. Unter anderem wegen der Höhe der Entschädigung wurde Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesarbeitsgericht eingelegt.

Arbeitsgericht Halle, Urteil vom 10.09.2010, Az.: 9 Ca 3764/09

Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 15.08.2012, Az.: 4 Sa 345/10