Jahrestagung der AG der Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge

09.06.2017

Rechtsanwalt Arnd Merschky hält Vortrag zum Thema „Kunst im Nachlass – aktuelle zivilrechtliche, erbschaftsteuerliche und urheberrechtliche Aspekte“

Zum 12. Mal fand in diesem Jahr die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge (AGT) statt. Zirka 60 Testamentsvollstrecker aus ganz Deutschland informierten sich über fachspezifische aktuelle Entwicklungen.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Tagung war, wie mit Kunst im Nachlass umzugehen ist. Besprochen wurden dementsprechend  Praxisprobleme bei der Bewertung und Verwertung von Kunstnachlässen. In diesem Kontext hat Arnd Merschky, Fachanwalt für Erbrecht, über die aktuellen zivilrechtlichen, erbschaftsteuerlichen und urheberrechtlichen Aspekte von Kunst im Nachlass vorgetragen. Er ging dabei auf solche Fragen ein wie: Sind bei der Bewertung von Kunstgegenständen Paketabschläge möglich, wenn sich in einem Nachlass viele Kunstgegenstände eines einzelnen Künstlers befinden, die dann bei der Verwertung zeitgleich auf den Markt kämen? Welche erbschaftsteuerlichen Ersparnisse bzw. Verschonungen sind möglich – je nachdem ob sich der Kunstgegenstand im Privat- oder im Betriebsvermögen befindet? Gehen sämtliche Teilbereiche des Urheberrechts insbesondere das Zerstörungs- und Änderungsrecht auf die Erben über? Welche Konsequenzen hat die Tatsache, dass das Urheberrecht des Verstorbenen nicht vererblich ist?

Die AGT wurde vor 13 Jahren gegründet und hat ihren Sitz in Bonn. Ihre Aufgabe besteht darin, Testamentsvollstrecker auszubilden und berufsrechtlich zu unterstützen.